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Zusammenleben im Stadtteil

Rumoren in Dipps hat Erfolg

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Eine gute Nachricht: Der offene Brief von Sibylle Frey vom März 2016 an den Ministerpräsidenten von Sachsen, Stanislaw Tillich, hat einiges zum Guten verändert.

Sibylle Frey ist im Willkommensbündnis Dippoldiswalde aktiv. Im März hatte sie akute Mißstände im Umgang der Ämter in ihrem Landkreis mit den Geflüchteten kritisiert. Die Bürokratie, so ihr bitteres Fazit, mache alle Bemühungen um Integration zunichte – entweder vorsätzlich oder aus Unfähigkeit.

Seither hat ihre Kritik nicht nur viel Aufmerksamkeit in den Medien erfahren, sondern auch in den Amtsstuben einiges bewegt. Hier ihre Zwischenbilanz vom Juli 2016:

Positiv

  • Der MDR besuchte die Initiative, sowohl um Filmaufnahmen zu machen als auch um im Hörfunk zu berichten. Diese Aufmerksamkeit hat dem Willkommensbündnis Dippolsdiswalde, aber auch den Flüchtlingen Kraft gegeben.
  • Mit dem Leiter der Arbeitsagentur Sächs. Schweiz/ Osterzgebirge gab es ein ergebnisorientiertes Gespräch, was insbesondere den Flüchtlingen, die in diesen Tagen ihre Aufenthaltserlaubnis bekommen, zugute kommt. Die Bearbeitungszeiten sind kurz und auch die Überweisung der SGB II-Gelder erfolgt innerhalb weniger Tage. Das Verhältnis zu den Mitarbeitern im Jobcenter ist ausgesprochen freundlich.
  • Voraussichtlich ab August werden Jugendintegrationskurse beginnen – die ersten im Landkreis.
  • Stanislaw Tillich hat in einem persönlichen Brief an Sibylle Frey geantwortet und ebenfalls konkrete Verbesserungen in Aussicht gestellt.

Noch zu verbessern

  • Offen ist weiterhin der Übergang zu einem anderen Jobcenter. Die von vielen Vermietern verlangte direkte Überweisung der Miete vom Jobcenter als auch die Übernahme der Kautionszahlung kann man erst vorlegen, wenn man bereits im Bereich des neuen Jobcenters wohnhaft ist. Hier beißt sich die die Katze noch in den eigenen Schwanz. Verbesserungen erhofft sich das Bündnis von dem Gespräch mit dem operativen Geschäftsführer der BA für Arbeit, Regionaldirektion Sachsen, welches der Ministerpräsident vermittelt hat. Eine Terminvereinbarung steht derzeit aber noch aus.
  • Enttäuscht waren die Ehrenamtlichen in Dippoldiswalde über das mangelnde Interesse des regionalen Integrationsbeauftragten, des Bürgermeisters und leider auch vonseiten der hauptamtlichen Flüchtlingssozialarbeiter.

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