Pieschen für Alle

Zusammenleben im Stadtteil

21. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Lust auf ein Experiment? 40 Minuten „violence: recode“ am 29. oder 30. April

Bei der Großen Runde im April 2016 warb Barbara Lubich vom Zentralwerk noch einmal leidenschaftlich und gewinnend für eine Erfahrung der besonderen Art, die sich Neugierigen in der kommenden Woche bietet:

VIOLENCE:RECODE
29. oder 30. April: fr, 18 Uhr /sa 16 oder 18 Uhr
im Zentralwerk, Riesaer Straße 32

recode

Die Tänzerin und Konfliktforscherin Dana Caspersen hat sich eine Art Gespräch mit Gesten und Rhythmus ausgedacht, bei dem die Teilnehmer Formen von „struktureller Gewalt“ * am eigenen Leib erfahren können. Das Stück/Experiment dauert nur 40 Minuten. Es geht nicht um Statistiken, nicht um Interviews, sondern um eine einmalige Begegnung und um Dialog in einem ungewohnten Kontext.

* “Strukturelle Gewalt”? Darunter versteht man Zwänge, die aus Vorschriften oder gesellschaftlichen Regeln entstehen – gleichsam anonym. Asylsuchende können viele Lieder davon singen. Auf die eine oder andere Weise haben aber wir Alle unsere Erfahrungen damit.

Erläuterungen von Barbara Lubich:

Die Veranstaltung bietet Raum für eigenes Nachdenken und für kurze Einzelgespräche untereinander. Danach gibt es Gelegenheit im Zentralwerk zu weilen und bei einem Snack ins Gespräch zu kommen.

Wir freuen uns sehr, bei dieser Gelegenheit den Teilnehmern, die den Ort noch nicht kennen, auch das Zentralwerk vorzustellen. Das Zentralwerk ist eine Genossenschaft für Kunst.Wohnen.Arbeiten, die derzeit auf dem Gelände der ehemaligen Druckerei Völkerfreundschaft in der Riesaer Straße entsteht. Es soll ein neuer Ort für ganz Dresden und besonders für Pieschen werden.

Wir suchen noch Dresdner Bürger aus allen Berufen, gesellschaftlichen Hintergründen und Herkünfte, Neuangekommenen mit Deutschkenntnisse, die Lust haben, einfach vorbeizukommen. Eine Voranmeldung ist allerdings aus organisatorischen Gründen erforderlich.

Wer Genaueres erfahren und sich anmelden möchte, kann sich gerne bei Barbara Lubich melden: 0176 84477557. lubich@zentralwerk.net

Weitere Infos:

21. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Mein Ordner – wichtiges Hilfsmittel

Ein zentrales Hilfsmittel für die Integration der Geflüchteten ist ein Ordner, den die Stadtverwaltung zusammen mit dem Jobcenter Dresden und anderen Partnern entwickelt hat. Er hört auf den einfachen Namen “Mein Ordner”.
“Mein Ordner” enthält knappe Informationen über wichtige Anlaufstellen und dienen als Ablage für die Dokumente, die bei den Behörden immer wieder gebraucht werden. Er wird kostenlos abgegeben, unter anderem vom Sächsischen Flüchtlingsrat.

Wichtige Bitte an alle ehrenamtlichen Betreuer: Fragt nach, ob die Geflüchteten so einen Ordner haben! Falls nicht, besorgt einen für sie! Helft beim Einsortieren der Dokumente!

Praktischer Hinweis von Heidi Franzke: Die Ordner sind sehr sperrig. Um sie aufs Amt mitzunehmen, wäre ein großer Beutel nützlich. → Idee: Beim nächsten KochBackTreff nähen wir einen Prototyp!

Weitere Informationen:

  • Mal reingucken – die Gliederung von “Mein Ordner” als pdf
  • Bericht über die Einführung des Ordners im September 2015 und die Gründe für die Gestaltung in dieser Form
  • Wo gibt es die Ordner? Bitte nachfragen beim Asyl-Telefon im Sozialamt (0351-488-1177, asyl@dresden.de).

meinordner

21. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Pate werden leicht gemacht

April 2016: Die Aktiven von Pieschen für alle sitzen bei ihrer monatlichen Großen Runde und erzählen einander, was sie in den letzten Wochen erlebt haben. Kurt Schilling, Heidi Franzke und Mandy Zimmerling berichten dabei leidenschaftlich von ihren Erfahrungen als Paten. Sie möchten diese Erlebnisse und die dabei entstandenen Bindungen nicht mehr missen.

Die Erzählungen zeigen: Pate Werden ist die schönste Form der Integration. Hier lernt man sich von Mensch zu Mensch kennen. Hier entstehen Freundschaften, bei denen die Geflüchteten auch etwas zurückgeben können.

Für alle, die das einmal ausprobieren möchten, gibt es folgende Wege:

  • Unverbindliches Kennenlernen bei den offenen Treffs
    Immer donnerstags gibt es entweder KochBackTreff in der Volkssolidarität oder Café im Emmers. Mittwochs wird im Gemeindehaus in der Homiliusstraße gemeinsam gekocht. Details in der Übersicht der Angebote.
  • Probelauf
    Geflüchtete müssen immer wieder zum Amt oder anderswohin und sind dankbar für Menschen, die sie begleiten, die ihnen helfen, sich zurechtzufinden, und die auf Deutsch für die Geflüchteten Informationen einholen bzw. vermitteln. Elke Noack führt eine Liste von Freiwilligen für solche Einsätze in Pieschen. Dort kann man sich eintragen lassen. Die schon aktiven Paten können darauf zurückgreifen.
  • Von anderen Paten lernen
    Künftig wollen sich alle, die als Paten aktiv sind oder aktiv werden wollen, zur monatlichen Großen Runde schon eine Stunde eher treffen und bei Kaffee/Kuchen/Imbiß Neuigkeiten, Erlebnisse, Wissenswertes austauschen.

Anfragen gerne an:

20. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Turnhalle in Übigau wird geräumt

Die letzten verbliebenen Bewohner der Notunterkunft reinigen das Gelände rund um die Turnhalle in Übigau. (Quelle: Übigau sagt Willkommen.)

Die letzten verbliebenen Bewohner der Notunterkunft reinigen das Gelände rund um die Turnhalle in Übigau, 16.4.2016. (Quelle: Übigau sagt Willkommen)

Und auf einmal waren sie weg…
Die Stadtverwaltung räumt nach ziemlich genau sechs Monaten die Notunterkunft für Asylsuchende in der Turnhalle Thäterstraße in Dresden-Übigau. Hier die Stellungnahme von “Übigau sagt Willkommen” dazu:

***********************************************

Abschied aus Übigau – DANKE und Bitte für die Zukunft

Am Samstag hat unsere liebe Heidi mit Zana und Dendar im Rahmen der Dresdner Putzaktion das Hallengelände gesäubert. Die andern der noch verbliebenen 9 Hallenbewohner machten den Innenputz.

Die Turnhalle wurde im Laufe der Woche geräumt und alle Bewohner in andere Unterkünfte gebracht.
Unsere Gefühle sind zwiespältig, denn einerseits ist es gut, dass niemand mehr in der Turnhalle leben muss, denn ganz sicher konnte die Turnhalle nur eine Notunterkunft sein.
Andererseits konnten wir zusammen mit dem Betreiber, den kooperativen Sicherheitsleuten, den Sozialbetreuer*innen und vielen Ehrenamtlichen ein funktionierendes Umfeld organisieren. Angefangen beim Deutschkurs über gelegentliche Fußball-Nachmittage und eine Fahrradwerkstatt, bis zu regelmäßigen Kochabenden und Begleitungen zu Ämtern oder zum Arzt – wir waren da. Selbst der Kontakt zu Ausbildungsstellen ist einigen von uns gelungen.

Problematisch finden wir, dass die Bindungen zwischen Sozialbetreuerin sowie ehrenamtlichen Helfern einerseits und Flüchtlingen andererseits auseinandergerissen werden. Eine geordnete Übergabe an andere Betreuende ist offensichtlich nicht vorgesehen. Ob die neuen Unterkünfte besser sind, wagen wir nach ersten Berichten zu bezweifeln.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen, die mitgeholfen haben ganz, ganz herzlich bedanken! DANKE, DANKE, DANKE!
Es tat gut, neue interessante Menschen zu treffen, die ein Herz haben und wie Menschen handeln.

Wir werden weiterhin aktiv sein und auch auf unserer facebook-Seite darüber berichten.

Unser Wunsch an die Landeshauptstadt ist ein anderer Umgang mit den Betroffenen. Damit meinen wir sowohl die Bürger, Anwohner und Helfer, aber natürlich auch die Geflüchteten.

Diejenigen, die sicher mit gutem Willen entscheiden, müssen sich darüber bewusst sein, dass sie massiv in das Leben von Menschen eingreifen. Das sollten sie nicht tun dürfen, ohne vorher mit den Betroffenen zu sprechen und zu erklären, was sie entschieden haben und warum.

In diesem Sinn: Es gibt noch viel zu tun!

************
Quelle: https://www.facebook.com/permalink.php?story_fbid=793443664119742&id=710713159059460 (19.04.2016)

20. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Asylsuchende in Sachsen: Zahlen von Januar bis März 2016

Die Landesdirektion Sachsen veröffentlicht seit Anfang 2016 monatlich aktuelle Übersichten zur Entwicklung der neu ankommenden Asylsuchenden im Freistaat. Im folgenden werden die Zahlen wiedergegeben, die per 19. April 2016 abrufbar waren.

Die wichtigsten Aussagen:

  • Der Zustrom an neu ankommenden Asylsuchenden hat deutlich nachgelassen. Der Höhepunkt wurde im November 2015 mit rund 16.000 binnen eines Monats erreicht. Schon im Dezember halbierte sich die Zahl. In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres zusammen sind nur noch 5.250 Asylsuchende neu nach Sachsen gekommen.
  • Die meisten neu ankommenden Asylsuchenden stammen derzeit aus Syrien und Afghanistan.
  • Die Behörden forcieren den Vollzug der Ausreisepflicht bei Menschen, deren Asylgesuch abegelehnt wurde. Im März wurden mehr als 400 Menschen mit Hilfe der Polizei in ihre Herkunftsländer oder in Drittstaaten zurückgeführt.

Die folgenden Abbildungen lassen sich leider nicht vergrößern. Die Originaldateien finden sich im Infoportal zur Erstaufnahme von Asylsuchenden in Sachsen unter
https://www.lds.sachsen.de/asyl/.
*******
2016-03-31_lds-asyl_rueckfuehr
*******

2016-03-31_lds-asyl_ausreisepflicht
*******

2016-02-29_LDS_asylsuchen-sachsen_2012-2016feb
*******

2016-02-29_LDS_asylsuchende_jan+feb_herkunft
*******

Die Zahlen werden jeweils etwa drei Wochen nach Ablauf des Monats aktualisiert. Leider macht die Landesdirektion keine Angaben über Geschlecht und Alter der Asylsuchenden.

20. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Asylsuchende in Pieschen: April 2016

Per 1. April 2016 waren im Bereich des Ortsamtes Pieschen 276 Asylsuchende untergebracht. Davon 50 in der Interimsunterkunft in der Turnhalle in Übigau und 151 in den Heimen auf der Trachauer Straße 9, der Leipziger Straße 169 und der Großenhainer Straße 92. Die übrigen 75 sind auf Wohnungen verteilt, die die Stadt angemietet hat.

Offizielle Übersicht über Asylsuchende im Bereich des Ortsamtes Pieschen, Stand 1. April 2016. Quelle: Landeshauptstadt Dresden.

Offizielle Übersicht über Asylsuchende im Bereich des Ortsamtes Pieschen, Stand 1. April 2016. Quelle: Landeshauptstadt Dresden.

Diese Zahlen stammen aus einer offiziellen Mitteilung der Stadtverwaltung an das Ortsamt Pieschen. Die Zahlen werden monatlich aktualisiert und sind öffentlich, das heißt: für alle Bürger zugänglich. Das Ortsamt leitet die Zahlen regelmäßig an die Mitglieder des Ortsbeirates weiter. Künftig werden die Zahlen auch monatlich hier auf pieschen-fuer-alle.de veröffentlicht.

Wichtig zu wissen: Die Interimsunterkunft in Übigau wird zur Zeit geräumt. Die meisten dort untergebrachten Flüchtlinge wurden am 14. April in andere Unterkünfte verlegt, viele davon in die Sammelunterkunft “Days Inn” auf der Strehlener Staße. Derzeit (18. April) warten noch neun Männer darauf, ebenfalls verlegt zu werden. Das soll nach Angaben einer Stadträtin bis spätestens zum Monatsende geschehen.

Auch bei den beiden anderen größeren Unterkünfte im Bereich des Ortsamtes Pieschen stehen offenbar Veränderungen an. Gerüchten zufolge soll das Übergangswohnheim an der Leipziger Straße 169 mit 60 Plätzen “demnächst” ebenfalls geschlossen und wieder als Pension genutzt werden. Die 49 Plätze in der Großenhainer Straße 92 sollen nach Auskunft ders Regionalkoordinators künftig vor allem für die vorübergehende Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, die bereits anerkannt sind, aber noch keine eigene Wohnung gefunden haben.

Insgesamt bedeutet das: In den kommenden Wochen wird die Zahl der Asylsuchenden bzw. der vorübergehend noch in der Obhut der Stadt lebenden Flüchtlinge im Bereich des Ortsamtes Pieschen auf rund 160 zurückgehen.

3. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Rumoren in Dipps – Sächsischer Tacheles

Ein Jahr “Pieschen für alle”: Meine Bilanz als Sprecherin fällt durchwachsen aus. Im Folgenden erlaube ich mir noch ein paar weiterreichende offene Worte. – Anja Osiander

Im vergangenen Jahr ist im Zuge einer spontanen Willkommenskultur vieles Wunderbare entstanden. Deutlich zeigen sich aber auch Blockaden und systemische Hindernisse:

  • Unsere Ressourcen als Ehrenamtliche sind begrenzt; das schränkt sozusagen von innen her ein, was wir leisten können.
  • Als Willkommensbündnis stoßen wir aber auch an Grenzen, die von außen gesetzt werden. Es gibt genügend Hilfsangebote für die Integration der Geflüchteten. Aber sie kommen bei den Bedürftigen nicht an. Das hat vor allem mit Hindernissen in den Behörden zu tun. Hier können nur die politisch Verantwortlichen etwas ändern. Das gilt für die Stadt Dresden und noch mehr für den Freistaat Sachsen.

Dresden
Die Behörden der Stadt Dresden sind willig, jedoch überfordert. Dabei geht es gar nicht so sehr um Geld oder Personal. Es geht vor allem um eine Kultur der Zusammenarbeit zwischen Behörden und Bürgern. Das Bewußtsein dafür, wie das gehen kann, muß erst noch wachsen – auf beiden Seiten.

Sachsen
Ich gestehe: Ich habe mir in den letzten Monaten oft gewünscht, Dresden läge in Baden-Württemberg. Dort wird die Integration umfassend und wirksam angepackt, wie das Portal der Landesregierung eindrucksvoll dokumentiert:
Flüchtlingshilfe Baden-Württemberg

In Sachsen dagegen zeichnet sich eine positive Gesamtstrategie des Freistaates im Umgang mit den Neu-Sachsen nicht einmal ab. Das hat gravierende Folgen. Ein Offener Brief des Willkommensbündnisses Dippoldiswalde an Ministerpräsident Tillich legt den Finger in die Wunde und beschreibt konkret das Versagen der Behörden. Das bittere Fazit:

Wie sollen wir motiviert sein, unser ehrenamtliches Engagement aufrechtzuerhalten, wenn wir von seiten der Politik und Behörden mit „systemischen Fehlern“ konfrontiert werden, die man als gegeben hinstellt, anstatt nach einer Lösung zu suchen?

Wie soll eine erfolgreiche Integration erfolgen, wenn den Migranten – wenn vielleicht auch ungewollt – signalisiert wird, daß man auf ihren Willen, zu lernen, sich zu bilden, zu arbeiten und sich einzubringen, keinen Wert legt?

Wenn wir in Sachsen so weitermachen, wird aller guter Wille der Bürger*innen nichts nutzen. Die Neuankömmlinge lernen kein Deutsch, finden keine Arbeit, werden ins Abseits gedrängt. So schafft die sächsische Staatsregierung den Nährboden für Parallelgesellschaften, Kriminalität und Extremismus – und führt durch politisches Versagen genau das Szenario herbei, das PEGIDA so gerne als sicheres Ergebnis unserer Flüchtlingspolitik beschwört.

Wir müssen das nicht hinnehmen. Wir haben unseren eigenen Kopf. Wir können Tacheles reden – auch auf Sächsisch. Dazu lädt das Netzwerk Dresden für Alle ein. Bei einem Treffen aller sächsischen Willkommensbündnisse soll es darum gehen, sich gegenseitig zu stärken, aber auch darum, gemeinsam Forderungen an die Politik zu formulieren.

**********Aktualisierung 16. April:
Tacheles-Konferenz bis auf Weiteres abgesagt
**********

Liebe Engagierte,

leider wird die TACHELES Konferenz aus verschiedenen Gründen nun doch nicht zum angekündigten Termin stattfinden können. Aufgrund unvorhergesehener persönlicher Ereignisse von zentralen Organisatoren der Veranstaltung, kann die Durchführung der Konferenz am 30.04. nicht mehr im angebotenen Umfang gewährleistet werden. Hinzu kommt, dass es nahezu zeitgleich in Sachsen mehrere äh…nliche Konferenzen in Leipzig und Chemnitz geben wird, so dass es den interessierten Organisationen teilweise schwer fiel, sich für eine der angebotenen Veranstaltungen zu entscheiden. Das Netzwerk “Dresden für Alle” hat aber die Konferenz der sächsischen Willkommensinitiativen deshalb nicht aufgegeben und die bisher geleistete Arbeit dafür war auch nicht umsonst. Bereits im Sommer diesen Jahres – möglicherweise auch auf Basis des im Juni geplanten “Welcome2stay” Gipfels in Leipzig – wird erneut zu der Konferenz eingeladen werden.

Wir bedanken uns bei allen, die sich bisher angemeldet haben und bei allen, die sich für die Mitarbeit auch in den zahlreichen Workshops bereit erklärt haben. Wir bedauern die Umstände sehr, wünschen aber allen Menschen, die sich in der Arbeit mit geflüchteten Menschen engagieren weiterhin Kraft und gutes Gelingen!

Dresden für Alle

***************************************************

3. April 2016
von AO
Keine Kommentare

Ein Jahr Pieschen für alle

Im Februar 2015 entstand die Initiative “Pieschen für alle”. Wenn man eine Sommerpause berücksichtigt, sind wir jetzt seit rund einem Jahr aktiv. Zeit für eine Bilanz: Was haben wir erlebt? Wo wollen wir noch hin?

Kurz gefaßt:

  • 140 Interessierte erhalten den wöchentlichen email-Rundbrief der Initiative; zu den monatlichen Teffen kommen 25 bis 30 Aktive.
  • Es sind einige Patenschaften entstanden; in vielen konkreten Notlagen konnten wir Geflüchteten helfen.
  • Jeden Donnerstag laden Offene Treffs zur Begegnung ein.
  • Es gab ungezählte Begegnungen jenseits von jeder Routine, mit Menschen ganz fremder Herkunft, aber auch mit bislang unbekannten Stadtteilnachbarn.
Besonders erfolgreich: die offenen Treffs von "Pieschen für alle".

Besonders erfolgreich: die Offenen Treffs von “Pieschen für alle”.

Wahr ist aber auch: Ein systematisches Netzwerk von Hilfen und Helfern für die Integration der Geflüchteten in Pieschen ist bislang nicht entstanden. Es zeichnet sich auch nicht ab.

Ist das schlimm?
Oder ist dieser Schluß verfrüht?

Darüber wollen wir diskutieren bei der nächsten Großen Runde von Pieschen für alle:

  • Mittwoch, 6. April 2016, 19 Uhr
  • in der Volkssolidarität, Trachenberger Straße 6

Futter für die Diskussion:
Ein Jahr Pieschen für alle” (Gedanken von Anja Osiander, pdf)

25. Februar 2016
von AO
Keine Kommentare

Getanzte Integration – Breakdance für Geflüchtete & friends in Pieschen

Der Saal im Emmers bebte vor Begeisterung. Am Donnerstag, den 18.Februar 2016, präsentierten die amtierenden Deutschen Meister des Breakdance zahlreichen jungen Geflüchteten ihr Können und beeindruckten mit spektakulären Tricks, Bewegungen und Sprüngen. Zwei Tänzer der SAXONZ, „Lehmi” und „Rossi“, folgten unserer Einladung, jungen geflüchteten Menschen einen Abend Abwechslung zu schenken.

danceoff2016

So geht Breakdance – Schnappschuß vom Dance Off 2016 am 21.2. im Projekttheater, (c) Erik Gross.

Breakdance oder B-Boying – ursprünglich eine Alternative zur Gewalt in den Straßen der Bronx und Manhattan – ist heute ein enorm anspruchsvoller Tanz, der herausragende athletische und akrobatische Fähigkeiten fordert. Was diesem Tanz aber immer zu eigen bleibt, sind seine Gewaltfreiheit, seine Internationalität und Interkulturalität. Die Breakdance-Kultur begreift sich als frei von Grenzen der Rasse, der Herkunft oder der Sprache. Es ist getanzte Integration. Breakdance gibt den Menschen eine Chance, Grenzen zu überwinden. Hier sind alle gleich. Und Menschenwürde, Respekt und Toleranz sind seine Grundrechte.

Bewegt von diesen Eindrücken, von den Momenten der Freiheit und des Glücks in den Gesichtern der Geflüchteten und überzeugt vom Engagement der SAXONZ, haben wir beschlossen, einen eigenen Kurs anzubieten. Wo hiesige Tänzer mit Geflüchteten zusammen kommen, gemeinsam Freizeit verbringen und Spaß haben. Wir möchten es schaffen, wöchentlich einen Workshop laufen zu lassen, der allen frei steht und Raum zur Entfaltung gibt.

Dafür brauchen wir Unterstützung! Raum, Zeit und die Saxonz stehen bereit. Mit Ihrer Spende können wir etwas Wunderbares auf die Beine stellen!

Life is a Dance… https://vimeo.com/145837856

Spendenkonto:
Pro Pieschen e.V.
Verwendungszweck: „Breakdance“
Ostsächsische Sparkasse
IBAN DE20 8505 0300 3120 1792 47
BIC OSDDDE81XXX

Kontakt: Anja Bohländer, mail@anja-bohlaender.de